Samstag, 27. August 2016

Sexualstrafrecht: Keine vernünftiger Mensch würde es ausnutzen!

Die Verschärfung des Sexualstrafrechts ist durch, und Dr. Stevens erklärt schon mal, was man heute besser lassen sollte, will man nicht das Risiko eingehen, für ein paar Jahre ins Gefängnis zu wandern. Kritiker fürchten also, dass eine Welle von Falschbeschuldigungen durchs Land schwappt. Dieser Befürchtung widmet sich in einem Interview auch die taz. Dort wird abgewiegelt und erklärt, warum es nicht zu mehr Falschbeschuldigungen komme - meint jedenfalls die Interviewte, eine Professorin für Strafrecht und führende Expertin für Sexualstrafrecht. Kann man sich also beruhigt schlafen legen?

Nein, denn im Interview heißt es:

Ein weiteres Problem der neuen Rechtslage: Ein Paar liegt im Bett, sie will Sex. Er sagt, er sei zu müde. Sie gibt nicht auf und streichelt seinen Penis, bis er doch Lust hat. Ist das künftig strafbar, weil sie sein Nein ignoriert hat?

Das Verhalten der Frau mag zwar den Tatbestand des neuen Gesetzes erfüllen. Aber ich bitte Sie, welcher Mann zeigt seine Partnerin nach einer solchen Situation an?
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Die Professorin und Expertin für Sexualstrafrecht räumt hier ein, dass eine einfache Anzeige dazu führen würde, dass jemand verurteilt wird für eine Handlung, die kein vernünftiger Mensch als strafwürdig betrachtet. Und als einzige Ausflucht mutmaßt die Expertin, dass schon niemand diese Waffe ausnutzen würde!

In einer schönen Welt lebt die Interviewte da. Eine Welt, in der alle in Liebe und Harmonie zusammenleben, es keine Kriege gibt und niemand einen unlauteren Vorteil für sich ausnutzen würde. Nein, Sarkasmus beiseite: Hier zeigt sich, dass genau das zutrifft, was im Anreißer geleugnet wird: Noch nie war Falschbeschuldigung so einfach, und natürlich wird das die Fälle von Falschbeschuldigung erhöhen und unbescholtene Menschen zerstören. Schon vor der Verschärfung war Falschbeschuldigung ein Problem und wird gerne auch in Sorgerechtsstreitigkeiten angewandt, um in der Regel den Vater von den Kindern fern zu halten.

Interessant ist, dass hier ein Mann als "Opfer" präsentiert wird. Dieses neue Gesetz ist auf feministischen Mist gewachsen, es handelt sich um ein Anti-Männer-Gesetz. Kaum eine Feministin wird ernsthaft damit rechnen, dass es Frauen in großer Zahl treffen wird - zurecht, denn Männer werden kaum wegen Lappalien zur Polizei rennen, und wenn, wird man sie einfach nicht ernstnehmen.

Dass hier Männer also unschuldig in den Knast gehen, stört Feministinnen kaum. Warum? Die Antwort lautet, dass es im Feminismus keine unschuldig angeklagten Männer gibt. Jeder Mann ist ein potentieller Vergewaltiger und Frauen lügen bei sowas nicht, basta! Das zeigt auch gerade der Fall Lohfink: Obwohl Videobeweise über die Unschuld der falsch Bezichtigten vorliegen - die Situation also so klar ist wie sonst in kaum einem Prozess - glauben Feministinnen noch immer daran, dass Lohfink vergewaltigt wurde und sehen in ihrem Schuldspruch eine Bestätigung für die "Rape Culture".

 Es zeigt sich, dass es sich rächt, Feministinnen nicht ernst zu nehmen. Meine Erfahrung ist, dass es weit weniger Feministinnen in Real Life gibt, als es die feministisch dominierten Medien vermuten lassen. Man distanziert sich von ihnen, aber sieht in ihnen auch keine große Gefahr. Zu Unrecht, denn Feminismus ist eine starke Lobby. Feministinnen sprechen davon, dass Männer Frauen systematisch benachteiligen würden, was zu Frauenquoten führt. Feministinnen behaupten, Gewalt sei etwas, das Männer Frauen antun, was dazu führt, dass Männer und Kinder nicht vor gewalttätigen Frauen geschützt werden. Feministinnen behaupten, dass Frauen im Internet massiver Hate-Speech ausgesetzt seien, was dann zur Einschränkung der Meinungsfreiheit führt. Oder sie hetzen gegen Männer und unterstellen ihnen eine "Vergewaltigungskultur", von der alle Männer profitieren, und die alle Frauen in Angst und Schrecken hält, was dann in einer Gesetzgebung resultiert, welche nun wie ein Damokles-Schwert über jeden Mann hängt, der sich auf sexuelle Aktivitäten einlässt. Es zeigt auch den totalitären Charakter des Feminismus: Wie jede totalitäre Ideologie will er jeden Bereich kontrollieren und seinen Willen durchsetzen - bis in die Schlafzimmer, denn wie lautet ein feministischer Slogan: "Das Private ist Politisch!" - womit das Private zerstört ist.

Dienstag, 23. August 2016

Fatale Signale an Vergewaltigte

Wann immer ein falschbeschuldigter Mann freigesprochen wurde, hallt es aus den feministischen Kreisen, dass dies ein "fatales Signal" an Frauen sende. So äußert sich zum Beispiel im aktuellen Lohfink-Fall der Anwalt so:
"Wenn das, was Sie Frau Lohfink angetan haben, Schule macht, dann gute Nacht für alle Frauen, die Opfer sexueller Gewalt geworden sind."
Nicht fehlen darf natürlich Alice Schwarzer:
Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer befürchtet nach der Verurteilung des Models Gina-Lisa Lohfink, dass künftig noch weniger Frauen eine Vergewaltigung anzeigen werden.
 Und das in einem Fall, in dem Videobeweise der Staatsanwältin und dem Gericht vorliegen. Hieb- und Stichfester können Beweise kaum sein. Ähnliche Töne waren bereits zum Freispruch von Kachelmann zu hören:
In einer ersten Reaktion kritisierte die Frauenrechtsorganisation Terres des Femmes den Freispruch: "Durch die Berichterstattung um diesen Prozess und die Vorverurteilung der Klägerin in Teilen der Öffentlichkeit geht ein fatales Signal aus an alle Betroffene von sexualisierter Gewalt", befürchtet Geschäftsführerin Christa Stolle. "Sie werden sich in Zukunft noch weniger trauen, Anzeige bei einer Vergewaltigung zu erheben."
So, liebe Feministinnen. Die Verantwortung dafür, dass Frauen vielleicht nicht anzeigen, liegt nicht bei den Falschbeschuldigten und auch nicht bei den Gerichten. Gebt das falsche Dogma auf, Frauen würden bei "sowas" nicht lügen, sie tun es nämlich doch: Falschbeschuldigung. Die Verantwortung für Zweifel an echten Opfern liegt bei den Falschbeschuldigerinnen. Also entzieht ihnen ihre Loyalität und stellt klar, dass jede Faschlbeschuldigung echten Opfern schadet. Ihr verliert immer mehr an Glaubwürdigkeit, wenn ihr Lügnerinnen bis hin zur Zersetzung des Rechtsstaates - so schlug Schwarzer den Begriff "Unschuldsvermutung" als Unwort des Jahres vor - unterstützt, denn in der Medienlandschaft steht ihr diesmal ausnahmsweise ziemlich isoliert da, wie man sich auf Genderama überzeugen kann.
 afdIn einer ersten Reaktion kritisierte die Frauenrechtsorganisation Terres des Femmes den Freispruch: "Durch die Berichterstattung um diesen Prozess und die Vorverurteilung der Klägerin in Teilen der Öffentlichkeit geht ein fatales Signal aus an alle Betroffene von sexualisierter Gewalt", befürchtet Geschäftsführerin Christa Stolle. "Sie werden sich in Zukunft noch weniger trauen, Anzeige bei einer Vergewaltigung zu erheben." - derstandard.at/1304553313637/Kachelmann-Freispruch-Fatale-Signalwirkung-und-standhafte-Schwarzer
In einer ersten Reaktion kritisierte die Frauenrechtsorganisation Terres des Femmes den Freispruch: "Durch die Berichterstattung um diesen Prozess und die Vorverurteilung der Klägerin in Teilen der Öffentlichkeit geht ein fatales Signal aus an alle Betroffene von sexualisierter Gewalt", befürchtet Geschäftsführerin Christa Stolle. "Sie werden sich in Zukunft noch weniger trauen, Anzeige bei einer Vergewaltigung zu erheben." - derstandard.at/1304553313637/Kachelmann-Freispruch-Fatale-Signalwirkung-und-standhafte-Schwarzer
In einer ersten Reaktion kritisierte die Frauenrechtsorganisation Terres des Femmes den Freispruch: "Durch die Berichterstattung um diesen Prozess und die Vorverurteilung der Klägerin in Teilen der Öffentlichkeit geht ein fatales Signal aus an alle Betroffene von sexualisierter Gewalt", befürchtet Geschäftsführerin Christa Stolle. "Sie werden sich in Zukunft noch weniger trauen, Anzeige bei einer Vergewaltigung zu erheben." - derstandard.at/1304553313637/Kachelmann-Freispruch-Fatale-Signalwirkung-und-standhafte-Schwarzer

Samstag, 20. August 2016

Feministische Strategien

Letzte Woche verlinkte Genderama auf zwei Artikel, welche sich mit geeigneten Maßnahmen gegen Feminismuskritiker antifeministsche Rechtsradikale beschäftigen. Zum einen wäre da mal wieder Gesterkamp, der als seriöser Wissenschaftler kaum was anderes kann, als die Rechtskeule gegen Männerrechtler zu schwingen, und schon vor Jahren forderte, diese Gruppe wie eine Seuche von jeder Diskussion auszugrenzen. So stellte er dann auch die Frage, ob man sich überhaupt mit Antifeministen diskutieren solle. Eine seltsame Frage für eine demokratische Gesellschaft: Feminismus ist eine politische Strömung, und natürlich hat sie sich einer kritischen Debatte zu stellen um sich zu legitimieren und sich von einer totalitären Ausrichtung abzugrenzen.

Und mit dieser Abgrenzung hapert es. Das Gunda Werner Institut gehört zu den Grünen, die gleich nach "Die Frauen" männerfeindlichste Partei überhaupt. So gibt es dort beispielsweise das "Frauenveto", welches bewirkt, dass eine Minderheit von grünen Frauen den grünen Männern ihren Willen diktieren zu können. Oder es heißt: "Die Würde der Frau ist unantastbar", wobei jeder halbwegs Gebildete sofort an George Orwell denkt: "Alle Tiere sind gleich. Aber manche sind gleicher". Aber Feministinnen können offensichtlich nicht nachvollziehen, warum solches und anderes Kritik provoziert. Wer überhaupt in Frage stellt, dass man seine Meinung nicht einer Diskussion zu stellen hat, sondern sie einfach mit "Strategien" durchsetzt, bildet sich ein, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein. Solche Wahnvorstellungen führten und führen in der Geschichte der Menschheit immer wieder zu unsagbaren Leid. Wer sich einbildet, im Besitz der Wahrheit zu sein, der ist auch der Überzeugung, dass es keine gültige und berechtigte Kritik an seiner Position gibt. So ist zwangsläufig jede Kritik, jeder Widerspruch entweder Ausdruck von Dummheit oder einfach Hate-Speech. Feminismuskritiker kritisieren also nicht, sie hassen.

Weiter mit Gesterkamp: So beklagt er, dass manche Medien nicht feministisch genug berichten:
Hr. Gesterkamp spricht über drei Strategien im Umgang mit Gender – Themen in der anti-feministischen Berichterstattung: Die der Lächerlichmachung oder Skandalisierung von Berichterstattung, so zu Beispiel der Stern - Artikel „Ich Mann, du Frau“ im Stern – Magazin oder ein FAZ – Artikel von Volker Zastrow, der den Vorwurf der Umerziehung durch Gender Mainstreaming erhebt, ebenso die „Hart aber fair“- Sendung vom März 2015 mit dem Titel "Nieder mit den Ampelmännchen - Deutschland im Gleichheitswahn?".
Diese paar vereinzelten Ausreißer einer ansonsten stramm feministisch ausgerichteten Medienlandschaft sind für die wackeren Kämpen für Frauenrechte kaum zu ertragen. Anstatt aber sich auch eine inhaltliche Diskussion einzulassen, richtet sich feministische Strategie hauptsächlich darauf aus, solche Berichterstattung zu unterdrücken.

Auch in einem weiteren Artikel wird über geeignete Gegenmaßnahmen gegen "Hate-Speech" gesprochen.

Die vorgeschlagenen Strategien gegen Antifeminismus rangieren zwischen hilflos und gefährlich. So soll man Kommentarspalten nutzen, aber auch Bildung und bereits bestehende Bündnisse (z.B. „Aufstehen gegen Rassismus“) unterwandern, Anzeigen erleichtern, und man will "Mehr Geld  für Geschlechtergerechtigkeit auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene" einfordern.

Der letzte Punkt wäre zum Lachen, wenn er nicht zum Heulen wäre: Denn in unserer männerbeherrschten Gesellschaft ist es so, dass Maßnahmen, die Frauen bevorzugen und Männer benachteiligen, mit männlichen Steuergeldern zwangsfinanziert werden. Während unseriöse und unwissenschaftliche Ergüsse von Menschen wie Gesterkamp mit Steuermitteln finanziert werden, müssen sich Männerrechtler in ihrer Freizeit auf eigene Kosten engagieren. So läuft das im "Patriarchat".

Allerdings zeigen solche Anstrengungen, dass man auf einem guten Weg ist. Wie sagte Gandhi? "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, und dann gewinnst Du!" Wir sind also bei Phase drei. Noch vor 15 Jahren kannte keiner den Begriff "Maskulist", heute wird er schon leidenschaftlich bekämpft. Die Szene wächst und ist auf einem guten Weg. Der Feminismus kann darauf nur mit Unterdrückung und Repression reagieren, da er in einer freien Debatte, in welcher die Würde von Männern genauso ernst genommen wird wie die von Frauen, nicht bestehen kann.

Samstag, 13. August 2016

Prof. Mausfeld: Die Neoliberale Indoktrination

Feministen behaupten, Frauen seien benachteiligt. Auf Grundlage dieses Dogmas werden Privilegien wie Frauenquoten installiert, welche Antifeministen auf den Plan rufen. Dabei kann man sich soweit in diesen Konflikt reinsteigern, dass der Blick für andere Mechanismen der Machtausübung verlorengeht. Ein Außenstehender der Geschlechterdebatte wird dabei wohl das Urteil fällen, dass die Akteure des Geschlechterkriegs Opfer der alten Strategie "Teile und Herrsche" geworden sind.

Als "Neoliberalismus" wird die unsichtbare Machtausübung der Mächtigen und Wohlhabenden bezeichnet, welche im Gegensatz zu den Interessen der Mehrheit stehen und die Demokratie unterläuft. Einer, der sich intensiv mit Neoliberalismus auseinandergesetzt hat, ist Prof. Mausfeld, von dem einige Beiträge empfohlen seien:

Als erstes der Vortrag "Warum schweigen die Lämmer", welcher ein Überraschungserfolg ist und bereits 3500.000 mal angeklickt wurde (wenn Du nur Zeit für einen Beitrag hast, dann diesen - etwa eine Stunde):


Empfohlen sei auch diese beiden Interviews: Die Links-Rechts-Demagogie und Die neoliberale Indoktrination.

Und wer dann noch Zeit hat, dieses etwa zweistündige Interview bei KenFM:


Samstag, 6. August 2016

Der erlaubte Hass

An dieser Stelle verlinke ich nur auf den ersten und erstmal letzten Artikel meines Neben-Blogs "Geschlechterkrieg": Der erlaubte Hass

Samstag, 30. Juli 2016

Von Frauen und Feministinnen

"Und wieviele solcher Frauen kennst Du im wahren Leben?"
fragt mich eine, mit der ich mich lange und intensiv über Feminismus unterhalten habe.


Ich habe ihr einen kleinen Vortrag über solche Frauen gehalten, die sich in der Position wähnen, für "die Frauen" zu sprechen. Zum Beispiel Alice Schwarzer. Und zu der kann man ja eine ganze Menge erzählen, zum Beispiel, dass sie in Jubelrufe ausbricht, wenn eine Frau ihrem schlafenden Mann den Penis abschneidet. Wichtig hierbei ist: Alice Schwarzer sprach nicht etwa davon, dass dies zu feministischer Freude führe, sie behauptete, es sei Frauenfreude, die durch solche Verbrechen aufkomme.

Davon wusste meine Gesprächspartnerin nichts. Das ist auch nicht unerwartet: Bei den öffentlichen Auftritten etwa in Talk-Shows tritt Schwarzer ja gerne als die nette Oma auf. Dass sie eine gewaltverherrlichende Hasspredigerin ist, merkt man erst, wenn man sich mit ihren Schriften auseinandersetzt. Dort wird dann die Femofaschistin Valerie Solanas geehrt, es wird erklärt, dass der Feminismus als Befreiungsbewegung Hass benötige und es werden brutalste Verbrechen gegen Männer gefeiert - bis hin zu Tötungsdelikten oder um es mit Schwarzer auf den Punkt zu bringen: Der Vater, der Bruder, der Sohn und natürlich der Gatte sind der Feind der Frau. Während ich so referiere, beobachten wir eine Mutter, einen Vater und ihren kleinen Sohn, vielleicht zwei Jahre alt, und es ist auf den ersten Blick ersichtlich: Hier herrscht Liebe. Umso grotesker fällt die feministische These von der Feindschaft zwischen den Geschlechtern aus.

Meine Gesprächspartnerin jedenfalls stellt klar, dass Schwarzer weder für sie noch für die Frauen spricht. Und dagegen kann man ja schwer was sagen.

Oder doch?

Tatsächlich kenne ich nur wenige (radikale) Feministinnen im wahren Leben und repräsentative Umfragen kommen immer wieder zu dem Ergebnis, dass sowohl Frauen als auch Männer weit weniger feministischen Thesen anhängen, als es die geschlossene Front der Medien vermuten lässt.

Auf der anderen Seite gibt es einige gravierende Nachteile für Männer. Man denke etwa an die katastrophale Situation der Väter, die in der Frage, ob sie ihren Kindern auch wirklich Väter sein können, den Kindsmüttern nahezu auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind. Aber Frauen stellen in unserer Gesellschaft die Mehrheit der Wahlberechtigten, und zeigen nicht das geringste Engagement, um ihre Rechte - die Unrechte darstellen - zu beschneiden. Ein weiteres Beispiel wäre die Verschärfung des Sexualstrafrechts: Nur weil ich in Real Life nur verschwindend wenige Feministinnen kenne, bedeutet das nicht, dass Feministinnen nicht eine knallharte, männerfeindliche Politik durchsetzen; und wer widerspricht, wird als Befürworter von Vergewaltigung niedergemacht.

Esther Vilar gab dazu einen Kommentar ab, den ich wirklich gruselig finde. Ihr zufolge sei es Frauen völlig klar, dass ihr Geschlecht das bevorzugte seien. Aus naheliegenden Gründen würden sie aber bei der öffentlichen Darstellung der gegenteilige These nicht in lautes Lachen ausbrechen sondern still in sich hinein lächeln. Das finde ich gruselig, die Frau als durchtriebene Ausbeuterin. Da ist es mir lieber, dass sie einfach treudoof die Story von der benachteiligten, ja unterdrückten Frau glaubt, wie sie uns jeden Tag in Schule und Uni, im Fernsehen und Radio, in der Zeitung und Büchern eingetrichtert wird.

Wie dem auch sei: Ich würde mir wünschen, dass mehr Frauen widersprechen - und zwar mit Nachdruck - wenn mal wieder eine Männerfeindin glaubt, für die Frauen sprechen zu dürfen. Meine Gesprächspartnerin hat dies getan.