Samstag, 31. Januar 2015

Flexibler Jugendschutz

Die ganze Groteske um die Frühsexualisierung an Schulen, welche angeblich nur der Aufklärung und dem Werben um Toleranz dient, bringt Birgit Kelle auf den Punkt:
Als ich in der Sendung „Maischberger“ zu diesem Thema aus einem Zeitungsbericht zitierte, in dem Grundschüler einer Schule in Baden-Württemberg beigebracht bekamen, dass Lesben sich gegenseitig befriedigen, indem sie sich „lecken“, reagierte die Moderatorin hektisch mit der Frage, wie viel Uhr die Sendung ausgestrahlt wird, also mit der Frage, ob dies spät genug ist, damit keine Kinder mehr vor dem Fernseher sitzen. Und der simpel veranlagte Teil der Netzgemeinde freut sich bis heute am Wort „lecken“. Abends im TV ist „lecken“ also ein Problem. Morgens in der Grundschule ist es Bildung. Gut, dass wir das geklärt haben.
Hier findet man den ganzen Artikel.

Und hier der Link zur Sendung "Menschen bei Maischberger".

(nichts gegen sexuelle Minderheiten; solcher "Unterricht" wäre auch dann zu verurteilen, wenn nicht von homosexuellen sondern heterosexuellen Praktiken die Rede wäre)

Donnerstag, 29. Januar 2015

Das generische "Maskulinum" - frauenausgrenzend?

Liebe Leser, einschließlich aller Frauen, die an dieser Stelle ihr Geschlecht betonen wollen sowie das Individuum Antje Schrupp, damit sie in "Frauen" nicht "nur mitgemeint" ist,

denn dass wäre sie, so wie übrigens das Individuum Karl Meyer ebenfalls in "Leser" "nur mitgemeint" ist, wie die feministische Klage regelmäßig lautet.

Wenn man manchen FeministInnen (ja, ich weiß...) folgt - insbesondere feministischen Linguistinnen - dann fragt man sich, was sie eigentlich studiert haben. Aktuell bspw. heißt in einem Kommentar zu einem aktuellen Artikel von Frau Schrupp:
...wir könnten doch einfach mal überall ein “innen” dranhängen! Wär das nix? Ich finde, einen Versuch wärs wert! Dann gäbe es Leserinnen,Mitarbeiterinnen usw.usw. und wenn Männer fragen, wo sie denn vorkommen, dann sagen wir, daß sie doch drinwären, was ja auch stimmt, nur bei Frauen hats nie gestimmt, weil wir eben nicht drin sind bei den “Lesern”, oder?
Was hier passiert, ist, dass die exklusiv weibliche Form, wie sie mit -in und -innen gekennzeichnet wird, als generisch interpretiert wird, wohingegen die ursprüngliche generische Form als exklusiv männlich betrachtet wird - sprich, dass dort Frauen nicht nur "unsichtbar" gemacht werden, wie es oft heißt, sondern gänzlich ausgeschlossen. Das ist falsch, wie sich am folgenden Satz erkennen lässt:
"Nur Studentinnen dürfen die Frauenbibliothek der Universität betreten"
Hier sind nur weibliche Studenten, also Frauen gemeint. Dieser Satz hingegen ist falsch:
"Studenten ist der Zutritt zur Frauenbibliothek untersagt"
Er ist deswegen falsch, weil hierbei auch Frauen gemeint sind, in dieser Form dürfte niemand die Bibliothek betreten; will man klar machen, dass nur Männer gemeint sind, muss man sich eines Adjektivs - nämlich "männlich" - bedienen:
"Männlichen Studenten ist der Zutritt zur Frauenbibliothek untersagt"
Es gilt:

- Die Studenten (beide Geschlechter)
- Die männlichen Studenten (nur Männer)
- Die Studentinnen (nur Frauen)

Die Sicht, dass das sogenannte "generische Maskulinum" Frauen ausschließt, ist in feministischen und akademischen Kreisen häufig anzutreffen. Dazu kam es, weil es eine exklusiv weibliche Form gibt.

Nehmen wir an, die exklusiv weibliche Form existiere nicht, dann müsste unser Beispielsatz lauten:
"Nur weiblichen Studenten ist der Zutritt zur Frauenbibliothek gestattet."
Das Wort "Studenten" (ohne Adjektiv) würde ohne weiteres als eine übergeordnete Form erkannt werden, die weder Männer noch Frauen bevorzugt, sie auch nicht meint, sondern in der das Geschlecht schlicht irrelevant ist.

Oder nehmen wir an, es gäbe auch eine exklusiv männliche Form, zum Beispiel mit der Endung -us; dann lautet der Beispielsatz:
"Studentus ist der Zutritt zur Frauenbibliothek untersagt."
Da sich hierbei die übergeordnete, geschlechtsneutrale Form "Studenten" deutlich von "Studentus" unterscheidet, wäre erstere auch nicht in den Verdacht geraten, allein Männer zu meinen, sie würde auch nicht als generisches "Maskulinum" bezeichnet werden. Diese Bezeichnung ist irreführend. Das ganze Übel kommt also daher, dass es eine exklusiv weibliche Form gibt, eben das -in oder -innen.

Tatsächlich ist es so, dass im Generum, dem sogenannten generischen "Maskulinum" das Geschlecht irrelevant ist. Es kommt auf die Funktion an, nicht auf das Geschlecht. Wenn es heißt:
"Die Studenten demonstrierten gegen die Studiengebühren"
ist damit eine Funktion, ein Status gemeint, nicht das Geschlecht; auch ein Transsexueller ist hier miteinbezogen, nur dass der Aspekt, dass hier ein Transsexueller demonstriert, nicht von Interesse ist; nicht die sexuelle Identität interessiert, sondern der Status als Student. Indem Feministinnen das weibliche Geschlecht überall betonen, führen sie den Sexismus erst in die Sprache ein.

Nun, wenn sie wollen, gerne. Jede Feministin hat das Recht, so zu sprechen wie sie es wünscht. Allerdings hat jeder andere dasselbe Recht. Wenn beispielsweise Studenten mit Punktabzug dafür bestraft werden, wenn sie nicht in geschlechter(selbst)gerechter Sprache sprechen, wenn die Sprache zum Ausweis der richtigen Gesinnung wird, dann sollte man anfangen, nachzudenken.

Samstag, 24. Januar 2015

Väter: Auch für Töchter wichtig

Wenn über das Übel der Vaterlosigkeit die Rede ist, wird der Fokus häufig nur auf die Jungen gelegt. Da dem Sohn der Vater als Vorbild dafür fehlt, eine gelungene Männlichkeit zu entwickeln, werden die größten Nachteile beim männlichen Nachwuchs gesehen. Dass Väter auch für eine gesunde Entwicklung der Töchter wichtig sind, darüber berichtet aktuell die "Huffington Post":
Er ist der erste Mann im Leben einer Frau und hoffentlich der erste, der sie liebt, beschützt und für sie da ist: Ihr Vater.[...] Für die Ausprägung des Selbstbewusstseins im Erwachsenenalter ist der Einfluss des Vaters sogar noch entscheidender als der der Mutter: „Väter vermitteln Töchtern einen Sinn für Stärke und eine große Menge Selbstbewusstsein", erklärt Meek. [...] Untersuchungen von Prof. W.E. Fthenakis, zeigen zudem, dass Mädchen, die ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater haben, weniger zu Depressionen neigen und seltener Drogen nehmen. Sie entwickeln auch seltener Essstörungen oder andere psychische Auffälligkeiten.
„Väter, die ihre Töchter ermutigen und fördern, sind so etwas wie eine Freikarte für beruflichen Erfolg und ein erfülltes Liebesleben einer Frau", erklärt auch Psychologin Angelika Faas in der "Welt".

Freitag, 23. Januar 2015

"Krank vom Krieg"

Krieg ist Horror. Auch und gerade für diejenigen, die an der vordersten Front stehen. Dies geht im allgemeinen Diskurs aber unter. Soldaten sind entweder "Mörder", die einen "Männerwahn" ausüben (Alice Schwarzer), also Täter, die "Krieg spielen" und "Krieg führen" (tatsächlich werden sie geführt). Ja, dieselbe Alice Schwarzer, die sich dafür engagierte, dass Frauen den Dienst an der Waffe leisten "dürfen", weil dies zu einer "Identitätsstiftung" beitrage. Ein weiteres Beispiel: "Die Männer in Afghanistan haben bisher nur erfahren, daß Krieg sich lohnt" erklärt z.B. eine "Expertin" der Friedrich-Ebert-Stiftung in kaltschnäuziger Ahnungslosigkeit.

Oder aber der Geist der angehenden Opfer wird mit einer Kriegsideologie gefüttert, welche das Schlachtfeld zum "Feld der Ehre" macht: "Süß und ehrenvoll ist's, für's Vaterland zu sterben". Der Umstand aber, dass "Feigheit vor dem Feind" oft mit dem Tod bestraft wurde und immer noch wird, spricht nicht gerade dafür. Erst jüngst wurden die Soldaten, die vor der Terrorgruppe "Boko Haram" flohen, hingerichtet.


Das Grauen des Krieges kann die Veteranen auch dann noch töten, wenn sie körperlich unversehrt bleiben. Aus dem Jahr 2013 stammt eine Meldung, dass sich in den USA 22 Kriegsheimkehrer pro Tag das Leben nehmen. In einem Abschiedsbrief heißt es:
"Jeder Tag ist wie schreiender Schmerz in jedem Nerv meines Körpers. Es ist Folter. Mein Geist ist eine Ödnis, voller Bilder unglaublichen Horrors, voller nicht enden wollender Depression und voller lähmender Furcht"
 und weiter über die mangelhafte Betreuung der Traumatisierten, diese sei ein
"System von Entmenschlichung, Vernachlässigung und Gleichgültigkeit, das uns tötet"
 In der Bundesrepublik scheint es kaum besser auszusehen:
Die vier [Afghanistanheimkehrer] schildern, wie schwer es viele Jahre für sie war, dass sie mit ihrer Krankheit nicht ernst genommen wurden. Während sonst immer die Kameradschaft der Soldaten in der Truppe gefeiert wurde, waren sie mit ihren Problemen plötzlich alleine. Für die anderen Soldaten galten Angstzustände, Schlafstörungen und Depressionen als individuelle Schwächen und auch von den Ärzten wurden sie über viele Jahre nicht ernst genommen. Einer von ihnen erzählt davon, wie ein renommierter Psychologe ihm einreden wollte, all das käme „aus seiner Kindheit“. Ein anderer bekommt deshalb keine finanzielle Entschädigung, weil es zum Zeitpunkt seiner Traumatisierung das entsprechende Gesetz noch nicht gegeben habe, er also offiziell gar nicht hätte geschädigt werden können
 schreibt die taz in einem zur Gänze lesenswerten Artikel über die Dokumentation "Ausgedient". Es bliebe zu wünschen, dass solcherlei Filme nicht nur "spät nachts" ausgestrahlt werden. Die Greuel des Krieges ließen sich besser überwinden, wenn Soldaten nicht entweder als "ehrenvolle Krieger" gefeiert und damit in die Irre geführt würden, oder aber - besonders im Feminismus - als Täter gesehen werden. Soldaten sind die ersten Opfer im Krieg.

Dienstag, 20. Januar 2015

Regierung will Lohnlüge widerlegen

Nachdem im letzten Jahr eine Frauenquote für die Aufsichtsräte beschlossen wurde, kommt nun der nächste Clou: Das "Entgeltgleichheitsgesetz", welches ab 2016 gelten soll.

Bild: rp-online
So berichtet rp-online "exklusiv":
Unternehmen ab 500 Mitarbeitern sollen nach dem Willen der Regierungskoalition von 2016 an offenlegen, wie groß das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen in den jeweiligen Gehaltsklassen des Unternehmens ist.
Was es mit dem Lohngefälle auf sich hat, lässt sich erstaunlicher Weise gleich bei rp-online nachlesen. So heißt es:
Wissenschaftler haben in vielen Studien nachgewiesen, dass Frauen in Deutschland nach wie vor durchschnittlich 22 Prozent weniger verdienen als Männer.
was durchaus korrekt ist. Woran das liegt, kann man überraschenderweise im selben Artikel nachlesen:
15 Prozentpunkte, also zwei Drittel, der Lohnlücke werden in den Studien allerdings nicht auf echte Diskriminierung der Frauen, sondern auf andere Faktoren zurückgeführt. Dazu gehören die Länge des Arbeitstags, die Bereitschaft, Führungsjobs zu übernehmen, und die Berufswahl. Frauen arbeiten nämlich häufiger Teilzeit, wählen häufiger schlechter bezahlte Berufe und lehnen Führungsaufgaben häufiger ab.
Es bleibt jedoch eine mit diesen Faktoren nicht zu erklärende Gehaltsdifferenz von etwa sieben Prozent. Entscheidend für die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern im weiteren Leben ist den Studien zufolge die Länge von Babypausen: Setzt eine Frau nach der Geburt eines Kindes mehr als ein Jahr aus und arbeitet dann mehrere Jahre Teilzeit, kann sie die Lohndifferenz zu Männern mit gleicher Qualifikation nie mehr aufholen.
... als ob ein Mann, der mehrere Jahre aussetzt und anschließend Teilzeit arbeitet, dasselbe Gehalt wie ein Kollege - und Kollegin! - erreichen würde, der ohne Unterbrechung Vollzeit arbeitet. Die Lohnlücke ist also nicht darauf zurückzuführen, dass Frauen diskriminiert werden; Männer, die dieselben Entscheidungen treffen, erleiden auch dieselben Gehaltseinbußen. Dass das nicht so oft passiert, ist darauf zurückzuführen, dass Männer nicht das Privileg genießen, vom Beruf auszusetzen und sich ihr Leben durch die Maloche einer vollzeitarbeitenden Frau unterhalten zu lassen.

Insofern ist es spannend, welche Auswirkungen dieses Gesetz, welches erstmal eine weitere Bürokratiehürde für Unternehmen darstellt, haben wird. Werden etwa unbezahlte Überstunden und Dauer der Betriebszugehörigkeit ebenfalls erfasst?

Darauf zu hoffen ist nicht, denn der Umstand, dass Frauen dafür, dass sie weniger, und weniger hart arbeiten, weniger verdienen, wird als Ungerechtigkeit aufgefasst. So die SPD-Fraktionsvize Carola Reimann:
"Das ist doch der eigentliche Skandal in Deutschland: Dass Frauen hierzulande immer noch 22 Prozent weniger verdienen als Männer, dass sich das seit Jahren nicht ändert und dass wir damit in Europa einen der hintersten Plätze einnehmen"

Freitag, 16. Januar 2015

"Viele junge Frauen scheuen Führungsrolle"

Die Ergebnisse hatte man so alle schon einmal gehört: Work-Life-Balance geht über hohes Gehalt, Überstundenausgleich ist wichtig. [...] die jungen Frauen haben für den Chefposten offenbar zu wenig Selbstvertrauen. Das zeigt zumindest die Deloitte Millennial Survey 2015: Lediglich 29 Prozent der weiblichen Befragten wünschen sich eine leitende Position, bei den Männern sind es 46 Prozent.
Ganzer Artikel: WIWO

Donnerstag, 15. Januar 2015

Lass dich nicht vera****


"Wie sieht es aus mit der Chancengleichheit? Und  wer  sagt  eigentlich
öfter in der Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, wo es lang geht - Männer oder Frauen?"
Sicherlich, Männer dominieren in Machtpositionen, nur: Ist jeder Mann mächtig? Und was hat z.B. ein Trennungsvater davon, dass der Präsident ein Mann ist? Wenn seine Ex-Frau beschlossen hat, dass er seine Kinder nie wieder sieht, kann er dann einen Mann an der Macht anrufen, und der regelt das dann für ihn?

Und wer sagt eigentlich in der Schule, wo es lang geht: Feministinnen oder Patriarchen?

Das hier besprochene Dokument, mit welchem Schüler auf Kurs gebracht werden sollen, ist von fünf Frauen herausgebracht worden, die sich diesem Widerspruchs offenbar nicht bewusst sind. Denn wäre das weibliche Geschlecht tatsächlich das Unterdrückte, wie wahrscheinlich wäre es dann, dass eine staatliche Institution genau das lehrt?! In China beispielsweise lernt man mitnichten in der Schule, dass das Regime Meinungsfreiheit unterdrückt - ganz im Gegenteil.

Der gesamte Lehrplan zielt also darauf ab, den Jugendlichen klar zu machen, dass Mädchen benachteiligt seien. So wird also in einem Ratespiel angesprochen, dass Frauen weniger verdienen als Männer, ohne allerdings zu erwähnen, woran das liegt.

Im oben genannten Dokument gibt es also ein Ratespiel, dessen korrekten Lösungen jeweils auf eine Benachteiligung des weiblichen Geschlechts hinauslaufen. Fragen, die nicht gestellt wurden, sind die Folgenden:

1. Warum bringen sich Männer öfter um als Frauen?
2. Warum sind die meisten komplett Obdachlosen Männer?
3. Welches Geschlecht besitzt die Macht, den anderen Elternteil aus der Familie zu entfernen?
4. Welches Geschlecht zeigt eine geringere Lebenserwartung, wird aber dennoch im Gesundheitssystem hintenangestellt?
5. Welches Geschlecht wird im offiziellen Schulbetrieb systematisch diskriminiert?

Unbequeme Fragen, die man aber stellen sollte.

Hierzu eine

Übungsaufgabe

Frage unter den Kontaktdaten oben genanntes Dokumentes an, was man zu tun bedenkt, um genannte Mißstände zu bekämpfen. Notiere die Antwort und reflektiere darüber, welches Geschlecht tatsächlich bevorzugt oder benachteiligt ist.

Frage nach:

Ansprechpartnerin:
Landeszentrale für politische Bildung, Baden Württemberg
Fachbereich: Frauen und Politik
Stafflenbergstr. 38, 70814 Stuttgart
0711. 16 40 99 -23, Fax: -77
Sabine.Keitel@lpb.bwl.de